Wie Doktor Tartufo seltene Trüffelsorten bestimmt

Ein Waldspaziergang mit meinem Trüffelhund Ricciolo kann immer wieder unerwartete Emotionen in mir auslösen. Hier ist meine Geschichte: Vor einigen Tagen suchte ich mit Ricciolo schwarze Trüffel im Wald, aber Ricciolo grub nach zwei Trüffeln, die mir Spanisch vorkamen.

Ein schwarzer Trüffel hat normalerweise eine dunkle Schale mit runden oder geriffelten Strukturen, die eine pyramidenartige Form ergeben. Diese beiden Trüffel dagegen hatten eine braune Farbe, keine pyramidenartige Struktur in der Schale sondern eine samtige Schale.

Doktor Tartufo mikroskopiert den Tuber regianum

Um welchen Trüffel handelte es sich hierbei?

Also habe ich mich hingesetzt und die Trüffel unter dem Mikroskop analysiert. Das Innere des Trüffel war blassbraun, durchsetzt mit langen, weißen Venen – unter dem Mikroskop wiedergegeben als amulettartige Sporen in einer hohen Zahl pro Ascus (6-8) sichtbar.

Alle diese unerwarteten Aspekte erregten meinen Ansporn die Trüffelsorte genauer zu bestimmen. Eine Internetrecherche gefolgt von einer Beratung mit meinem Mykologen Vanni Moscariello führen mich zu folgendem Ergebnis: Diese zwei Trüffel gehören zu einer Spezie, die sich Tuber regianum nennt.

Diese Trüffelfunde sind relativ selten und haben keinen ökonomischen Wert abgesehen von der wunderschönen aromatischen Struktur. Das Aroma erinnert an den berühmten Steinpilz und hat einen Duft nach frisch geschnittenem Gras.

Danke meinem Trüffelhund Ricciolo, danke an Mutter Natur, dass ihr mich immer wieder überrascht!


Englisches Original:

A walk in the forest with my truffle dog Ricciolo can always provoke unexpected emotions. Here is my story: A few days ago we were searching for black truffles but Ricciolo digged two truffles that seemed quite strange to me.

A black truffle usually has a dark peel with flat or lifted plaques that form a pirymidal structure. These two truffles had a brownish colour, no plaques but instead a velvet-peel.

The inside was pale-brown crossed by large white veins; at the microscope presented aculeated spores in a high number per ascus (6-8).

All these unsual aspects raised my curiosity to identify the specie. A web search followed by a consult with the mycologist Vanni Moscariello drove me to the solution. The two truffles belong to a specie which is called Tuber regianum. These findings are quite rare and have no economical value despite the amazing aromatic structure. The aroma recalls the one of the famous porcino-mushroom and has a fresh cut-grass fragrance.

Thanks to Ricciolo, thanks to Mother Nature for surprising me again and again!

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